Text und Fotos von Rolf Goergen
Viele Garten- und Naturfreunde genießen die tolle Herbststimmung, indem sie Tischdekorationen aus Kürbissen, Quitten und anderen Herbstfrüchten herstellen. Wenn dann noch, wie in den letzten Wochen so häufig, die Sonne scheint, kann das Auge sich nicht satt sehen an der herrlichen Pracht. Jetzt heißt es Kraft „tanken“ für die dunkle und nasse Jahreszeit – und genießen mit allen Sinnen.
Alle Kürbisse – wie man sie auch immer nennen mag –gehören zur Familie der Kürbisgewächse botanisch „Cucurbitaceae“. Dennoch sollte man unterscheiden können: Zier – oder Speisekürbis. – Alle Kürbisse können als Zierkürbisse verwendet werden, doch nicht alle Sorten sind genießbar. Denn verschiedene Arten enthalten giftige Bitterstoffe. – Ausgereift geerntete Kürbisse können, wenn man sie kühl und dunkel lagert, bis zu acht Monaten in der Küche verarbeitet werden.
Speisekürbisse eignen sich hervorragend für die Küche; sie enthalten viele Ballaststoffe, Mineralien und einen hohen Anteil an Vitamin B und C. Die Kerne sind bei den meisten Sorten in geröstetem Zustand ein Genuss – und spielen sogar in der Naturheilkunde eine gewichtige Rolle (Blasen- und Prostataleiden). Die Kerne haben allerdings einen Ölanteil von 50 Prozent und sind deshalb sehr nahrhaft.
Am bekanntesten ist in unseren Breiten der Riesen- oder Zentnerkürbis „Cucurbita maxima“. Vielfach werden die „dicken Dinger“, wie sie auch des öfteren scherzhaft genannt werden, ausgehöhlt. Nun werden Augen, Mund und Nase in die Außenwand geschnitzt, eine Kerze hineinplatziert und dann als Dekoration aufgestellt. Die schönste Zeit dafür beginnt, wenn die Tage kürzer werden, vorzugsweise um den St. Martinstag.
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